Prosit Neujahr!

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Silvesterfeiern entspringen uralten Traditionen. 

Jahresendfeste wurden bereits von den Germanen, Kelten und Römern gefeiert, allerdings zur Wintersonnenwende, also um den 21. Dezember – und sie dauerten mehrere Tage. In anderen Klimazonen der Welt, wie beispielsweise in Ägypten oder bei den Mayas finden sie naturgemäß an völlig anderen Daten statt. 153 vor Christi wurde der Jahresbeginn in Rom und somit auch alle dazugehörigen Riten erstmals vom 1. März auf den 1. Januar verschoben. Der Grund dafür ist allerdings unbekannt. Übrigens: Der Name Silvester (Waldmensch) für das Neujahrsfest leitet sich von lateinisch silva = Wald ab und geht auf das Jahr 1582 zurück. Damals verlegte man bei der gregorianischen Kalenderreform den letzten Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember, den Todestag des  Papstes Silvester († 31. Dezember 335). 

Die Riten und Bräuche um diesen traditionsreichen Termin ähneln sich in gewisser Weise in den meisten Kulturen. Es geht darum, das alte Jahr zu verabschieden, die negativen Bande der Vergangenheit zu lösen und das Licht (ab jetzt werden die Tage wieder heller und die Sonnenstunden mehr) willkommen zu heißen. Mit lautem Krach, viel Lärm, Feuer und Feuerwerken werden die Dunkelheit und die bösen Geister vertrieben. Begleitet von verschiedensten Orakeln, wie Blei gießen, Glückkeksen oder Fische ziehen wird versucht die Qualität des kommenden Jahres zu erraten. Glücksbringer, allen voran das vielblättrige Kleeblatt, Münzen und Schweinchen, als Geschenke sollen dafür sorgen, dass uns Gesundheit, Glück und Reichtum in Zukunft hold sind. 

Ich finde wir sollten nicht nur die leeren Hüllen der alten Rituale nachstellen, sondern die Gelegenheit nützen - die Ereignisse und Gefühle des scheidenden Jahres Revue passieren lassen und uns vor dem Silvesterrummel für ein Stündchen zurückzuziehen und uns von dem Vergangenen zu verabschieden. Stimmungsvoll hierfür ist gedämpftes Licht, vielleicht eine ruhige Musikuntermalung und/oder ein relaxender Raumduft. Es geht darum zu hinterfragen, was wir loslassen wollen oder sollten, Abschied nehmen und ziehen lassen was zu Ende ging, hinterfragen weshalb so mancher Vorsatz scheiterte. Dann den Blick auf das neue Jahr richten und sich für das Neue öffnen. Was darf mich im nächsten Jahr begleiten, mit wem möchte ich mich umgeben, wer darf gehen? Was möchte ich erreichen, was gibt mir Sicherheit und Geborgenheit? Manchmal ist es hilfreich die Gedanken aufzuschreiben und das was wir hinter uns lassen möchten zu verbrennen. Die Wünsche und Vorsätze für die Zukunft aber, sollten wir aufheben und sie Freunden mitteilen und in die Realität holen.

Auch das Anlegen von Kleidung, Schmuck und Accessoires für den Silvesterabend und das Make-up kann in das Ritual einbezogen werden. Wählen Sie jedes Detail nicht nur für den Anlass passend, sondern auch bewusst und mit Bedacht: Besonders schöne Wäsche, ein Kleid in dem Sie sich sehr wohl fühlen, ein Schmuckstück, das Ihnen viel bedeutet. Nehmen Sie sich liebevoll „wahr“ wenn sie sich im Spiegel betrachten, um Lippenstift und Lidschatten aufzulegen, schenken Sie sich positive Aufmerksamkeit, lächeln Sie ihr Spiegelbild an. Machen Sie sich „schön“ - für sich, für Ihre Freunde, Familie und die Zukunft die Sie erwartet.

Dann geht es ans Feiern! Ganz gleich ob es ein gemütliches Abendessen ist, eine stylische Party oder ein anderes Vorhaben. Jetzt kann das neue Jahr gemeinsam willkommen geheißen, gelacht, gescherzt und gefeiert werden, dass es (im wahrsten Sinne des Wortes) nur so kracht. Um Mitternacht, darf in Österreich das Klingen der Gläser, der Zuruf „Prosit“  das Läuten der Pummerin und der Tanz ins neue Jahr zu den Klängen des Donauwalzers nicht fehlen. Welch schönere Begrüßung könnte sich  die Zukunft wünschen.

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen „Einen guten Rutsch ins neue Jahr“,

mögen all Ihre Wünsche in Erfüllung gehen!

Ihre

Irmie Schüch-Schamburek

(c) Aufmacherfoto: Pacco Rabanne "Lady Million"

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